(FS/02.08.2026) Einen gelungenen Saisonstart konnte der FV 09 Breidenbach beim Auswärtsspiel in Kinzenbach feiern. 95 spannende Minuten in einem guten Gruppenligaspiel sollten am Ende einen verdienten Erfolg unseres FV 09 bringen, der sich in groben Zügen in 2 bis 3 Haupterkenntnisse unterteilen lässt. Erstens liefert Felix Baum in beeindruckender Weise seine Qualitäten im Torabschluss unabhängig von der Ligazugehörigkeit seines FV 09. Zweitens agiert die Mannschaft nach einem klaren Trainerkonzept als Team sehr gut mit einer defensiven Ordnung und einer guten und flexiblen Offensive und drittens funktioniert die Achse im FV-Spiel über einen stabile Innenverteidigung mit Marius Kamm und Nino Schmidt, eine dominante und ordnende Zentrale mit Hendrik Vaupel und Luca Vogel. Zudem zeigten sich mit Keeper David Linneborn in Topform sowie David Moog, Connor Beem und Allesandro Gamma auf den Außenbahnen alle Jungs zu 100 % engagiert und kämpferisch top. Ein weiterer positiver Aspekt waren dann noch die Jungs, die von der Bank aufs Feld kamen. Sie wirkten frisch und top motiviert und konnten maßgeblich dazu beitragen, dass Niveau nochmal zu steigern.
Natürlich war auch ein wenig Spielglück vorhanden, den die SG Kinzenbach verfügt mit ihrem qualitativ hochwertigen Kader über eine Elf, die zweifelsfrei jede Gruppenligamannschaft schlagen kann und in der Saisonbetrachtung zu den TOP 5 gehören dürfte. Als Kinzenbachs auffälligster Akteur Kodjo Olympio nach einer guten Viertelstunde einen Abspielfehler im FV-Mittelfeld nutzte und aus 45 Metern direkt über den weit vor dem FV-Tor stehenden David Linneborn abzog, ging der Ball von der Unterkante der Latte ins Feld zurück. Glück gehabt, FV 09! Und nur wenig später war es auf der Gegenseite Felix Baum, der von der linken Strafraumgrenze mit seinem rechten Fuß das Leder perfekt in den langen Torwinkel zum 0:1 (19.) setzte. Kinzenbach versuchte bei der großen Hitze das Tempo zu erhöhen, scheiterte aber immer wieder an der guten FV-Struktur mit engen Räumen am Ball und konsequentem Defensivverhalten. Ein zweites Mal Riesenglück hatte Breidenbach dann nach einer guten halben Stunde, als der Ex-FV´ler Sandro Noriega aus 25 Metern per Freistoß abzog und das Spielgerät am Lattengebälk landete. Auf der Gegenseite hätten Felix Baum per Kopf und Tobis Ochs am langen Torpfosten mit besten Einschussmöglichkeiten die FV-Führung ausbauen können. So ging es am Ende mit einem vertretbaren 0:1 in die Halbzeitpause.
Hälfte 2 sollte dann bei hochsommerlichen Temperaturen ein Spiel liefern, dass es in sich hatte. Kinzenbach lockerte die Defensive und stürmte verstärkt nach vorne. Dadurch ergaben sich die Räume, die Breidenbach sich erhofft hatte. Immer wieder spielte sich unsere Elf im Überzahlspiel besten Chancen heraus, konnte jedoch zunächst keinen Erfolg daraus ziehen. Als dann Luca Vogel in der 56. Minute per Freistoß das Leder auf den Fünfmeterraum zirkelte, war es Felix Baum, der das Leder per Kopf in den langen Torwinkel zum 0:2 setzte. Jetzt hatte der FV 09 alles im Griff und die Gastgeber zeigten sich kurzzeitig geschockt. Diesen Zustand konnte Breidenbach dann im Konterspiel in der 76. Minute durch Hendrik Vaupel eindrucksvoll nutzen. Er marschierte über die halblinke Angriffsseite nach vorne, düpierte noch einen Gegenspieler und setzte die Kugel ins kurze untere Toreck zum 0:3. Kinzenbach nutzte im Gegenzug eine erste Unkonzentriertheit im Abwehrverhalten und schaffte durch Leon Henrich nur 3 Minuten später (79.) den Treffer zum 1:3. Das gab der Gastgebern nochmals Auftrieb und fortan gingen praktisch alle SG-Angriffe hoch und weit in den FV-Strafraum. Mit der körperlichen Präsens von einigen 1,90 m-Spielern wurde der Druck immer größer. Das man da nicht immer alles wegverteidigen kann und bei jetzt auch schwindenden FV-Kräften im Abwehrverhalten nicht jeder Zweikampf gewonnen wurde, ließ die FV-Bank immer unruhiger werden. Kinzenbachs Jonas Hofmann war es dann, der in der 92. Minute per Kopf zum 2:3 einnickte. David Linneborn war es dann in der 94. vorbehalten, mit einem Klassereflex das Leder von der Linie zu kratzen und so den am Ende etwas glücklichen, aber insgesamt doch vertretbaren und verdienten 3:2-Sieg zu retten.