Trainerinterview zur Saison 2026/2027 ... Benni Bender bezieht Stellung - FV 09 Breidenbach

Mit den Trainerstationen in Wommelshausen/Dernbach, Bicken und Steinbach II sowie seiner fußballerischen Spielervergangenheit hat sich Benni schnell ins Blickfeld vieler Vereine in unserer Region gebracht. Das er in der Saison 24/25 den Weg zum damaligen Hessenligisten TSV Steinbach II gehen konnte, kam nicht von ungefähr. Die Saison im nördlichen Dillkreis funktionierte mit dem Wiederabstieg sicherlich nicht wie gewünscht für ihn, jedoch spielten beim TSV eine Reihe von Umständen eine Rolle, an denen Benni sicherlich keine Schuld war. Aber auch oder gerade diese Erfahrungen haben ihn reifen lassen in der Beurteilung von Situationen und Einschätzungen im Team und mit den handelnden Funktionsträgern in den Vereinen. Das ist auch gut so und da wird er wie auch sein Verein im positiven Sinne von profitieren. Der Re-Start im Breidenbacher Gunterstal ist notwendig und Benni hat klare Ideen und Vorstellungen, wie dies gelingen soll. Hierzu haben wir in einem Trainerinterview seine Meinung eingeholt:

Benni, du bist jetzt schon einige Wochen intensiv in die Planungen zur neuen Saison eingebunden. Wie lautet dein erstes Zwischenfazit?

„Die ersten Wochen und Monate in meiner neuen Rolle als sportlicher Leiter waren sehr intensiv, aber durchweg positiv. Gemeinsam mit dem Vorstand konnte ich viele Themen rund um die Kaderplanung und die organisatorische Ausrichtung des Vereins vorantreiben und zum Teil auch schon gut umsetzen. Dadurch wurden wichtige Voraussetzungen für die Zukunft geschaffen. Jetzt freue ich mich darauf, ab Juli als Trainer mit der Mannschaft auf dem Platz zu arbeiten und die geschaffenen Rahmenbedingungen in der Vorbereitung bestmöglich zu nutzen.“

Die Spielerabgänge sind zusammen mit den Winterabgängen schon einschneidend gewesen und zeigen einen deutlichen Umbruch im Team. Werden die Neuzugänge die frei gewordenen Positionen gleichwertig oder besser besetzen können?

„Der Umbruch betrifft nicht nur die Mannschaft, sondern den gesamten Verein. Mit neuem Vorstand, neuer Liga, neuen Trainern, neuen Spielern und einer neuen Ausrichtung befinden wir uns in einem umfassenden Veränderungsprozess. Deshalb geht es für mich weniger um den Vergleich einzelner Spieler, sondern darum, die Neuzugänge Teil einer funktionierenden Gemeinschaft auf und neben dem Platz werden zu lassen. Personell ist der Umbruch weitestgehend abgeschlossen, in vielen anderen Bereichen stecken wir aber noch mittendrin. Ich bin überzeugt, dass die richtigen Weichen gestellt wurden und wir einen schlagkräftigen Kader haben – jetzt liegt es an jedem Einzelnen, seinen Beitrag für den gemeinsamen Erfolg zu leisten.

Wie schätzt du die neue Liga ein? Wer sind die Favoriten und können wir da mithalten?

„Die Liga verfügt über eine breite und qualitativ sehr starke Spitzengruppe. Auch die Aufsteiger sollte man dabei keinesfalls unterschätzen. Ich sehe durchaus sechs bis sieben Mannschaften, die um die vorderen Plätze mitspielen werden. Für uns ist es jedoch wichtiger, die Qualität der Konkurrenz anzuerkennen, den Fokus aber auf die eigene Entwicklung und die Leistungen von Woche zu Woche zu legen.“

Der Blick geht nach vorne. Auf was dürfen sich die FV-Fans mal abgesehen vom Derby gegen den VfL Biedenkopf freuen?

„Ich möchte, dass sich unsere Mannschaft durch einen mutigen, aktiven und vor allem intensiven Spielstil auszeichnet. Wir wollen die Herausforderungen, die uns die Gegner stellen, mit Überzeugung annehmen und sowohl mit wie auch gegen den Ball mit hoher Intensität agieren. Die Zuschauer sollen erkennen, dass wir eine klare Idee vom Fußball haben und diese auf den Platz bringen."

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